![]() |
|
|
|
|
|
|
Chronik des Schützenvereins Tweelbäke e. V. Königslisten: Damen Am 3. März 1905 trafen sich einige begeisterte Tweelbäker Schützen, um in der Gaststätte Gerhard Harms „Im Krug zum grünen Kranze" den heutigen Schützenverein zu gründen. Das Schießen wurde mit drei alten Donnerbüchsen Mod. 71 (Baujahr 1870) eröffnet. Auf zwei Ständen hinter Harms Dampfmühle, da wo heute noch der Schießstand ist, wurde damals geschossen. 1909 wurde das Erste urkundlich erwähnte Schützenfest durchgeführt und die erste Königskette angeschafft. 1911 fand die erste Generalversammlung statt. Anwesend waren 12 Mitglieder. Während des Schützenfestes 1911 weihte man die erste Fahne des Schützenvereins ein. Gegen Ende des zweiten Weltkrieges ging diese Fahne verloren. Am 10. Dezember 1922 gründeten Schützenbrüder aus den Vereinen Huntlosen, Tweelbäke und Wardenburg den „Schützenbund Huntestrand". Der 1926 von 11 Männern gegründete Spielmannszug gehört seit 1953 zum Schützenverein und ist bis heute fester Bestandteil des Vereins. Am 29. Februar 1950 ist der Schützenverein neu gegründet worden. Alter und neuer erster Vorsitzender war Carl Brüggemann. Auf seinen Vorschlag hin wurde das erste Preisschießen nach dem Krieg am 25. März 1950 durchgeführt. Der im Krieg zerstörte Schießstand ist mühevoll wieder aufgebaut und am 5. und 6. April 1953 vom Präsidenten des Nordwestdeutschen Schützenbundes Hermann Franke eingeweiht worden. Die damalige Damenabteilung fertigte an langen Winterabenden in Handarbeit eine neue Schützenfahne . Hermann Franke weihte die neue Fahne Ostern 1954 in einem feierlichem Rahmen. Die finanzielle Seite des Schützenvereins Tweelbäke sah nach dem Krieg nicht so rosig aus. So geht aus den Protokollen ab 1956 hervor, daß die Hälfte der Schießhalle an die Eierverwertungsgenossenschaft Tweelbäke sowie an den Turn-und Sportverein verpachtet wurde. Der Schützenverein konnte trotz schwerer Zeiten immer wieder an seine Tradition anknüpfen. Mit seinen heute zahlreichen Mitgliedern ist der Schützenverein ein fester Bestandteil der örtlichen Gemeinschaft. Wir können stolz sein auf eine Schützengeneration, die nicht nur auf Tweelbäker und Oldenburger Ebene Wettkämpfe gewonnen hat, sondern sogar bei einer Landesmeisterschaft siegreich war. Dieser siegreichen Mannschaft gehörten folgende Schützen an: Alfred Sczesny, Heinz Hadeler, Hinrich Hinrichs und Emil Neunaber. Laut Protokoll wurde im Jahr 1957 die erste elektrische Schießanlage angeschafft. Das nicht immer auf Scheiben geschossen wurde, zeigt folgende Gegebenheit. So trug es sich zu, dass während eines Wettkampfschießens ein Fasan die Schießbahn kreuzte. Sofort wurde auf den Fasan angelegt. Der siegreiche Waidmann durfte nachher eine Lokalrunde ausgeben. Die heute Mitgliederstarke Damenabteilung wurde am 15.11.1976 gegründet und wird bis heute von Anke Haverkamp geleitet. Im Jahre 1980 beschloß der Vorstand des Vereins, die in einem sehr bedenklichen Zustand dastehende Schießhalle zu renovieren. Im Laufe der nächsten sieben Jahre wurde dieses Vorhaben unter Inanspruchnahme der ehrenamtlichen Arbeitskraft vieler Schützen durchgeführt. Die Einweihung wurde dann mit großer Freude und einem „Tag der offenen Tür" 1987 gefeiert. In Gedenken an die gefallenen Mitglieder legt der Schützenverein alljährlich zum Schützenfest am Ehrendenkmal am Borchersweg einen Kranz nieder. Aus Anlaß des 90jährigen Bestehen unserers Vereins stiftete der erste Vorsitzende Peter Sander und Frau Marlies eine von Ursel Hüllen aus Zetel gemalte Vereinsfahne. Mit 17 befreundeten Vereinen und vier Spielmannszügen wurde dieser feierliche Tag am Tweelbäker See begangen. Im Moment wird die Schießhalle erneut erweitert, damit auch andere örtliche Vereine ein neues Vereinheim bekommen, da die alte Unterkunft nicht mehr weitergenutzt werden kann. In den zurückliegenden Jahren hat der Schützenverein Tweelbäke bewegte Zeiten durchlebt, die sich in Höhen und Tiefen wiederspiegeln. Dem Verein standen seit seiner Gründung bis heute vor: 1905 -1908 Heinrich Gröhs 1908 -1913 Hinrich Brüggemann 1913 -1923 Dietrich Damke 1923 -1935 Hinrich Strangmann 1935 -1960 Carl Brüggemann 1960-1976 Hinrich Hinrichs 1976 -1980 Heinrich Schröder 1980-1991 Johannes Möhlenhoff 1991-heute Peter Sander
Hier die Chronik in Tabellenform:
|
Stand: 11.03.06